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Einsatzgruppe, Jugend-Einsatz-Team (JET), Ausbildung

Interne Sanitätsübung stärkt Zusammenarbeit und Einsatzroutine

Veröffentlicht: 12.05.2026
Autor: T. Geschwentner

Am 09.05.2026 führte die DLRG Harsum an der Wasserrettungsstation am Stichkanal Hildesheim eine interne Sanitätsübung durch, an der neun Einsatzkräfte sowie acht Mitglieder des Jugend‑Einsatz‑Teams teilnahmen. Die Wasserrettung spielte an diesem Tag keine Rolle, da der Fokus vollständig auf sanitätsdienstlichen Abläufen lag. Ziel der Übung war es, unter realitätsnahen Bedingungen strukturiert zu arbeiten, medizinische Kenntnisse anzuwenden und die Zusammenarbeit im Einsatzfall zu stärken. Nach einer kurzen Einweisung starteten die Teilnehmenden in vier medizinische Szenarien: toxikologisch, pädiatrisch, neurologisch sowie chirurgisch‑traumatologisch. Jede Lage stellte unterschiedliche Anforderungen an Diagnostik, Versorgung und Kommunikation. Die Mannschaft setzte den mSTaRT‑Algorithmus ein, um die Sichtung systematisch durchzuführen und das Personal entsprechend der Dringlichkeit einzusetzen. Die Ergebnisse wurden direkt an die Übungsleitstelle weitergegeben. Die Kommunikation zwischen Führungskraft und Mannschaft verlief klar und vollständig, sodass alle relevanten Informationen ohne Verzögerung weitergeleitet wurden. Der ASB stellte einen Rettungswagen für Ausbildungszwecke bereit, der in die Übung eingebunden wurde. Dadurch konnten die Einsatzkräfte die Übergabe von Patientinnen und Patienten an den Rettungsdienst praxisnah trainieren. Die Übergaben liefen geordnet ab, zeigten jedoch, dass regelmäßige Übungen notwendig sind, um Abläufe weiter zu festigen. Das Jugend‑Einsatz‑Team stellte Verletzungen und Symptome realistisch dar und unterstützte die Lagen aktiv, obwohl es diese Form der Darstellung bisher nur selten geübt hatte. Im Anschluss an die Übung erklärte uns ein Notfallsanitäter aus den eigenen Reihen den Rettungswagen ausführlich. Die RTW-Besatzung zeigte, welche medizinischen Geräte und Materialien der Rettungsdienst mitführt, wie diese eingesetzt werden und welche Aufgaben im Notfalleinsatz übernommen werden. Dabei wurde auch besprochen, wie die DLRG den Rettungsdienst sinnvoll unterstützen kann, etwa durch strukturierte Erstversorgung, klare Übergaben und das Schaffen eines sicheren Arbeitsumfelds an der Einsatzstelle. Die Übung dauerte knapp eine Stunde und blieb im geplanten Zeitrahmen. Sie bot allen Beteiligten wertvolle Einblicke in sanitätsdienstliche Abläufe und stärkte die Zusammenarbeit zwischen DLRG und Rettungsdienst.

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