16 Teilnehmende aus zwei Ortsgruppen erleben einen vielseitigen Ausbildungsabend mit starken Teammomenten.
Am Montag, den 21.09.2026, trafen sich von 17:30 bis 20:00 Uhr insgesamt 16 Jugendliche der DLRG Ortsgruppen Harsum und Söhlde zu einem gemeinsamen Ausbildungsabend auf dem Schulhof der Grundschule Harsum und im Ausbildungsraum der Ortsgruppe. Die Teilnehmenden waren zwischen 8 und 21 Jahre alt, wodurch eine große Bandbreite an Erfahrungen und Fähigkeiten zusammenkam. Schon zu Beginn war spürbar, wie neugierig und motiviert die Jugendlichen waren, und wie selbstverständlich die beiden Ortsgruppen miteinander harmonierten. Die fünf Ausbilder begleiteten jede Station aufmerksam und unterstützend, ohne in die Teilnehmerzahl eingerechnet zu sein.
Die Jugendlichen durchliefen vier Stationen, die jeweils 15 bis 20 Minuten dauerten und trotz der kurzen Zeitspanne intensive, abwechslungsreiche und realistische Einblicke boten. An der ersten Station standen Tragetechniken im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernten den Umgang mit Rettungstuch, Spineboard und Schaufeltrage. Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie unterschiedlich die Teams vorgingen. Die älteren Jugendlichen arbeiteten routiniert und zügig, während die jüngeren mit viel Konzentration und gegenseitiger Unterstützung Schritt für Schritt die richtige Technik erlernten. Immer wieder gab es kleine Erfolgsmomente, etwa wenn ein Team das Spineboard erstmals sauber unter einer „Patientin“ positionierte oder die Schaufeltrage ohne Wackeln zusammengeführt wurde. Die Ausbilder erklärten geduldig, korrigierten behutsam und lobten sichtbar jeden Fortschritt.
Die zweite Station verlangte Kraft, Koordination und Teamgeist. Ein Trageparcours mit einer belasteten DIN‑Klapptrage führte über Hindernisse, durch Kurven und über leichte Steigungen. Da die Altersklassen sehr unterschiedlich waren, mussten die Teams den Parcours jeweils auf ihre eigene Weise bewältigen. Die jüngeren Teilnehmenden brauchten mehr Absprachen und etwas mehr Zeit, während die älteren Jugendlichen schnell Strategien entwickelten, wie sie die Trage stabil halten und gleichzeitig Hindernisse überwinden konnten. Besonders schön war zu beobachten, wie selbstverständlich die Älteren den Jüngeren halfen, Tipps gaben und sie motivierten. Am Ende schafften alle Teams den Parcours und viele waren stolz darauf, etwas geschafft zu haben, das zu Beginn schwierig wirkte.
An der dritten Station ging es um medizinische Grundlagen. Da viele der jüngeren Teilnehmenden bislang kaum Berührungspunkte mit Erster Hilfe hatten, erklärte Robin, alle Inhalte kindgerecht und ohne Fachbegriffe. Die Jugendlichen lernten den Standard Initial Check kennen, übten Herz‑Lungen‑Wiederbelebung, Beatmungstechniken und das Messen von Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung. Besonders auffällig war das große Interesse. Die Kinder und Jugendlichen stellten Fragen, wollten Dinge selbst ausprobieren und arbeiteten konzentriert mit. Immer wieder gab es kleine Aha‑Momente, etwa wenn jemand zum ersten Mal den eigenen Puls fühlte oder verstand, wie ein Blutdruckmessgerät funktioniert. Die älteren Teilnehmenden unterstützten die jüngeren auch hier, erklärten Handgriffe und zeigten geduldig, wie man eine stabile Position für die HLW einnimmt.
Die vierte Station widmete sich dem Wurfsack, einem zentralen Rettungsmittel in der Wasserrettung. Die Jugendlichen erfuhren, wann und warum der Wurfsack eingesetzt wird, welche Vorteile er bietet und welche Grenzen er hat. Anschließend übten sie Zielwürfe über Distanzen von 10 bis 13 Metern. Für die jüngsten Teilnehmenden wurde die Distanz verkürzt, damit sie die Technik realistisch und erfolgreich üben konnten. Das Ziel eine Fläche von 40 x 60 cm, war anspruchsvoll aber motivierend. Einige Jugendliche überraschten mit beeindruckender Treffsicherheit, andere steigerten sich von Wurf zu Wurf. Immer wieder gab es kleine schmunzelnde Momente, wenn ein Wurf knapp daneben ging oder der Sack eine ungeplante Flugkurve nahm. Die Station war geprägt von Energie, Spaß und ehrgeizigem Ausprobieren.
Nach den vier Stationen ließen alle den Abend in gemütlicher Runde ausklingen. Es gab Wasser, Apfelsaft und Knabberzeug, und die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und die Erlebnisse zu besprechen. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des Gerätewagens‑Wasserrettung der Ortsgruppe Harsum. Viele der Teilnehmenden waren beeindruckt von der umfangreichen Ausstattung und den Möglichkeiten des Fahrzeugs. Der Überlebungsanzug durfte ebenfalls anprobiert werden, was vor allem bei den jüngeren Teilnehmenden für Begeisterung sorgte.
Im Verlauf des Abends zeigte sich deutlich, wie gut die beiden Ortsgruppen miteinander harmonieren. Die Jugendlichen unterstützten sich gegenseitig, lernten voneinander und wuchsen als Team zusammen. Für die Ausbilder war es schön zu sehen, wie selbstverständlich die Zusammenarbeit funktionierte und wie viel Freude die Jugendlichen an den Übungen hatten. Bereits am Abend stand fest, dass es solche gemeinsamen Teamabende künftig wieder geben wird. Die Ortsgruppen möchten ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen und die Jugendarbeit gemeinsam stärken. Der Ausbildungsabend war ein gelungenes Beispiel dafür, wie wertvoll Kooperation, Austausch und gemeinsames Lernen innerhalb der DLRG sein können.
